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Bergbau im Muttental

Das  Nachtigallmuseum (Seite 3)

Nach Stillegung der Zeche Nachtigall 1892 ließ der neue Besitzer den Schacht verfüllen und baute den Ringofen der Ziegelei darüber auf. Fast genau 100 Jahre später legte eine Ausgrabung des Westfälischen Industriemuseums zugängliche Teile des Schachtes mit einigen Schachtkellern wieder frei.

Grafik der Ringofenanlage im Nachtigallmuseum

Ringofenanlage

Über den verfüllten Schacht Hercules errichtete Wilhelm Dünkelberg 1897 den westlichen Ringofen seiner Ziegelei, der östliche folgte 1899.

Jeder der Ringöfen besitzt 18 Kammern. Bei 1100°C  können etwa 10000 Rohlinge in einer Kammer zu Ziegeln gebrannt werden. Vom Einkarren der Rohlinge bis zum Auskarren der Ziegel vergehen bis zu 14 Tage.

Grafik der Ringofenanlage im Nachtigallmuseum

Ein Ringofen besteht aus einem tunnelartigen Brennkanal, einem System von Rauchabzügen und einem Schornstein. Der Bereich von einer Tür zur nächsten wird als Brennkammer bezeichnet. Jede Kammer hat einen unterirdischen Rauchabzug (Fuchs), der über den Rauchkanal in der Ofenmitte mit dem Schornstein in Verbindung steht. Einmal entzündet, wandert das Feuer durchgehend von März bis Dezember durch den Ringofen. Da im Januar und Februar die Bauwirtschaft wegen des Frosts ruhte, wurden keine Ziegel produziert.

Funktionsweise des Ringofens

Der Brennkanal war stets mit Ziegelsteinen gefüllt. Täglich wurden 20.000 Rohlinge neu eingesetzt. Die fertig gesetzten Kammern wurden mit Schieberpapier abgedichtet. Um Feuer, Rauchgase und Frischluft in die gewünschte Richtung zu leiten - im Uhrzeigersinn - wurden alle Türen des Ofens bis auf zwei zugemauert.

Die ungebrannten Ziegel vor der Brennzone wurden durch die Rauchgase des Feuers langsam erwärmt, sonst wären sie beim Brand geplatzt.

Nur in einer oder zwei Kammern brannte ein Feuer, das täglich um etwa 1 Kammer vorrückte. 11 bis 14 Tage dauerte es, bis das Feuer einmal durch den gesamten Ringofen gelaufen war. Die fertig gebrannten Ziegel hinter der Brennzone kühlten ab, bis sie ausgefahren werden konnten.

Durch die Sogwirkung des Schornsteins strömte durch die offenen Türen Frischluft in den Brennkanal. Sie kühlte erst die fertig gebrannten Ziegel ab, versorgte dann das Feuer mit Sauerstoff, erwärmte als Rauchgas die Rohlinge und zog schließlich durch den Schornstein ab.

Rund um die Schüttlöcher auf der Ofendecke liegen Kohlen zum Brennen der Ziegel im Ringofen. Eine kleine Feldbahnlok zieht die Kohlenloren über die Schienen und verteilt den Brennstoff.

 

Wege in die Tiefe - Der Schacht

Wege in die Tiefe - der Schacht

Kleinzechenschächte folgen meist der Neigung des Kohlenflözes und sind mit Holz ausgebaut. der Schacht besteht aus einem Förder- und einem Fahrturm.

Im Förderturm gleitet das Fördergefäß (eine Tonne oder ein Wagen aus Stahlblech) auf Schienen auf und ab. Hier sind auch Rohre für Druckluft und das abgepumpte Grubenwasser verlegt. Im Fahrturm steigen die Bergleute auf Leitern in den Schacht. Mit dem Fördergefäß auf- und abzufahren (Seilfahrt) ist strengstens verboten. Trotz dieses Verbots kommt es immer wieder zu schweren und tödlichen Unfällen.

(Bildquelle: Eigene Fotos aus dem LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall)

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