Home Wir über uns Hobbys Urlaub Länder der Welt Was ist neu Site Map Links Gästebuch

Deutschland Cuxhaven

Die Alte Liebe  /  Die Geschichte der Kugelbake

Das Semaphor  /  Fort Kugelbake

Feuerschiff "Elbe 1"   /  Schloss Ritzebüttel

Die Alte Liebe
Das "Haupt", wie der Bereich der späteren Alten Liebe zu Anfang des 18. Jahrhunderts noch hieß, war der erste Fixpunkt im ständig abbrechenden Cuxhavener Ufer, den die Hamburger Wasserbaufachleute schließlich halten konnten. Und zwar gelang das durch die Versenkung dreier alter Schiffe, die nach und nach mit Steinen aufgefüllt und, als sie allmählich auseinander zu brechen drohten, noch mit Pfahlwerk gesichert wurden. Die Fahrzeuge waren in "Dreiecksform" versenkt worden. Die Spitze des Dreiecks zum Strom hin bildete das größte davon, dieses trug den Namen "Die Liebe". Daraus entstand dann schließlich der weltbekannte Name Alte Liebe. 

Bis 1784 war der ganze Bollwerksbereich noch mit Dalben eingerahmt und mit Querbalken befestigt worden. Die dreieckige Spitze zum Strom hin erhielt 1785 eine runde Form, um dem Eisgang des Winters besser widerstehen zu können. Nach Osten wurde schließlich auch noch ein "Flügel" angesetzt, nachdem man das ganze Werk noch ein Stück in den Strom hinaus verlängert hatte. Die so entstandene geschützte Nische zwischen Bollwerk und Flügel erhielt eine Treppe bis zum Wasser hinunter, um hier im ruhigen Wasser mit Booten anlegen zu können. Schiffe legten erst nach der Franzosenzeit an der Alten Liebe an, nämlich die ersten Dampfer im Hamburg-Cuxhaven-Verkehr, die Raddampfer "Elbe" und "Patriot". Mit dem weiteren Ausbau zur regelrechten Anlegerbrücke bis 1864 erhielten hier auch die Bootsleute, "de Slupenlüd", ihr Domizil. Sie besorgten vor dem Hafen das Lotsenausholen, besonders der Hamburger Lotsen, und auch das Lotsenversetzen sowie überhaupt den ganzen Bootsverkehr im Hafen. Sie rekrutierten sich zuerst aus den "Hauerlotsen", dem Nachwuchs für die Seelotsen. Später versahen den Dienst altgediente Seeleute der Hamburgischen Marineverwaltung, bis mit dem notwendig werdenden Dampferbetrieb letztere den Reederdienst gegen Ende des 19. Jahrhunderts selbst übernahm. Heute ist er an eine Privatfirma verpachtet.

Die Alte Liebe ist im Laufe der Jahre häufig erneuert und verbessert worden und war nach dem letzten Krieg Anliegeplatz der Helgoland-Schiffe. Beim Neubau 1980/81 wurde daraus nur noch eine Aussichtsplattform. Die Alte Liebe war Zeit ihres Bestehens bevorzugter Anziehungspunkt für die Cuxhavener Bürger und ihre Gäste. Sie beflügelte die Fantasie ganzer Künstlergenerationen und war Berufs- und Hobbyfotografen ein beliebtes Motiv.

Seitenanfang

Die Geschichte der Kugelbake
Mit dem Amtsblatt Nr. 36 der Freien und Hansestadt Hamburg vom 2. März 1907 wurde die Umwandlung der Gemeinde Cuxhaven in eine Stadtgemeinde bekanntgegeben. Fast sechs Jahre nach dieser Verleihung der Stadtrechte genehmigte der Hamburger Senat das von Heraldikern entworfene Cuxhavener Stadtwappen: Es zeigte u. a. mit der vom Wasser umspülten schwarzen Kugelbake auf goldgrundiertem Wappenschild eines der heute bekanntesten Wahrzeichen des Elbe-Weser-Dreiecks. 

Die mächtige, knapp 30 Meter hohe Holzkonstruktion, erreichbar über einen 250 Meter langen Wellenbrecher, gehört noch immer zu den markanten Bauwerken an der Elbmündung, obgleich sie heute ihre ursprüngliche Bedeutung als wichtige Orientierungs- und Navigationsmarke für Schiffer verloren hat. Die Kugelbake markiert den geographischen Punkt, an dem die Elbe endet. Seit dem späten Mittelalter war Hamburg als eigentlicher Nutznießer des für den Handel wichtigen Verkehrsweges bestrebt, mit hohem finanziellen Aufwand die Sicherheit der Schifffahrt zu gewährleisten. Selbst ortsfremde Seeleute sollten sicher auf der Elbe navigieren können. 

So entstand in der Mitte des 15. Jahrhunderts (ab 1440) an der äußersten Landspitze Cuxhavens, die sich halbinselförmig zwischen die Trichtermündungen von Elbe und Weser schiebt, ein schon ziemlich verlässliches System von Fahrwassermarkierungen (Seetonnen und Baken), die jedoch nur als Tagessichtzeichen dienten. Das sogenannte "Kugelbakenlicht" als dauernde nächtliche Orientierungshilfe hatte man erst 1853 eingerichtet. Es wurde zunächst in einer kleinen Hütte innerhalb der Kugelbake unterhalten. Der Bau der ersten Bake an der Cuxhavener Landspitze, ursprünglich auch als "Strangflyerbake" oder "Kleine Bake" (im Gegensatz zur größeren unmittelbar am Hafen) bezeichnet, ist nicht genau überliefert. Sie muss jedenfalls 1706 bereits vorhanden gewesen und auf einer Stelle errichtet worden sein, auf der bis zum Jahre 1703 noch eine Baumgruppe als Seezeichen und Peilungspunkt gedient hatte.

Nachdem diese Bäume bei einer heftigen Sturmflut im Dezember 1703 fortgespült worden waren, beschloß die hamburgische Kämmerei, "auf Veranlassung des Lotsinspektors Paul Allers, hier eine 85 Fuß hohe Bake zu errichten". Dass die erste Bake tatsächlich zwischen 1703 und 1706 entstanden sein muß, beweist darüber hinaus eine Kämmereirechnung aus dem Jahre 1706 "für Theerung der großen und kleinen Bake".

Alte Quellen belegen übrigens, dass im Mittelalter alle Seezeichen als "Baken" bezeichnet wurden, sogar Kirchtürme oder Leuchttürme. Sehr viel später tauchten dann drei voneinander differierende Begriffe auf: Pricken, Kopfbaken und Kapen. Alle einstmals existierenden Baken erhielten erst seit 1868 oder sogar später ihr charakteristisches, leicht zu unterscheidendes Aussehen.

Die Lebensdauer dieser imposanten Bauwerke war indes nie sonderlich lang, weil unwirtliche Wetterverhältnisse, Holzfäulnis, Sturm und Blitzschlag die Lebensdauer der Baken auf höchstens 30 Jahre begrenzten. Daraus resultierten beträchtliche Kosten; so wurden zum Beispiel für den Bau der Cuxhavener Rosbake 60 000 Mark veranschlagt.

Dass die mit Beginn des 18. Jahrhunderts gebaute Kugelbake wegen häufiger Sturmfluten und dadurch bedingter Landverluste nicht immer den gleichen Standort gehabt haben kann, geht aus einem aufschlußreichen Bericht des Kieler Professors für Philosophie und Mathematik, Johann Nicolaus Tetens, hervor, den dieser anläßlich einer "Reise in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus" 1788 abgefaßt hatte. Dort heißt es: "... Man sagte mir, es lebe noch jetzo eine alte Frau, die in ihrer Jugend auf einem Hofe gedient habe, der außerhalb der Kugelbake gestanden habe, und also nun in der Elbe liegt." Weiter fährt Tetens fort: "Die Kugelbaake hat ihren Namen von der kugelförmigen Gestalt der Pfanne, worin das Feuer unterhalten wird. Sie bezeichnet mit einer anderen Baake auf Neuwerk, welche die Blüse heißt, eine von den geraden Linien, wodurch die Einfahrt in die Elbe aus der See bestimmt wird."

Zusätzliche Befestigungsarbeiten an der Kugelbake fanden 1730 statt. Genützt hat das nicht viel, denn 1743 stürzte bei einem Orkan das Bauwerk mitsamt dem Uferwerk in die Fluten "...dass am folgenden Morgen auch keine Spur davon zu sehen war". Diesen detaillierten Hinweis verdanken wir dem aus Axstedt im Altkreis Wesermünde gebürtigen Bauernsohn und späteren Wasserbaudirektor Reinhard Woltman (1757 – 1837), der erstmals um 1784 nach Ritzebüttel gekommen war und bis zum Beginn der sogenannten Franzosenzeit als Leiter der Stack- und Uferbauten im Amt Ritzebüttel für Wasser- und Deichbau zuständig war.

Es war jedenfalls ein langer Weg, bis die Kugelbake ihre heutige Form erhielt. Auf einem seltenen Fotodokument aus dem Jahre 1867 sehen wir zwei Baken fast nebeneinander, nämlich die damals gerade neu errichtete Kugelbake im Vordergrund, dahinter die abbruchreife, baufällige Vorgängerin von 1836, die ungefähr 25 – 30 Meter weiter nördlich stand. Kurze Zeit darauf, im deutsch-französischen Krieg (1870/71), musste die Kugelbake aus Sicherheitsgründen abgebaut werden, um feindlichen, vor der Küste operierenden Kriegsschiffen unter keinen Umständen das Einschießen auf die dahinter gelegene Küstenbatterie zu erleichtern. – Auch alle Lotsenschoner, Galioten und Feuerschiffe wurden eingezogen und nach Hamburg gebracht. Der Wiederaufbau erfolgte im Sommer 1871. In gleicher Form wurde die Kugelbake schließlich im Juli 1898 noch einmal erneuert. 

Um die Jahrhundertwende (1899/1900) begann der berühmte Seefunkpionier Prof. Dr. Jonathan Zenneck mit seinen Versuchen, über Funk eine Verbindung zwischen dem Festland und Schiffen auf See herzustellen. Zu diesem Zweck hatten die Verantwortlichen innerhalb der Kugelbake eine Holzhütte konstruiert, die mit allen erforderlichen technischen Geräten und Antennen ausgestattet war.

Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges mußte die Kugelbake ein letztes Mal weichen. Erst 1924 wurde sie in ihrer jetzigen Form und Größe mit einem Kostenaufwand von 8.000 Mark erneut aufgebaut, jedoch nicht mehr mit der namengebenden Kugel, sondern mit zwei runden, rechtwinkelig zusammengesetzten Scheiben an der Spitze. 

Seitenanfang

Das Semaphor
Ein einzigartiges Baudenkmal in Cuxhaven

Will man heute wissen, wie sich die Wetterlage entwickelt, und aus welcher Richtung der Wind weht, braucht man nur das Radio oder das Fernsehen einzuschalten. 

In früheren Zeiten - etwa vor rund hundert Jahren - war dies nicht so einfach. Damals setzte sich der Hamburger Verein Deutscher Segelschiffer dafür ein, in Cuxhaven, der Stadt an der Elbmündung, ein Semaphor zu errichten, damit die auslaufenden Schiffe wussten, mit welchen Wetterbedingungen sie unterwegs zu rechnen hatten. Das Wort "Semaphor" stammt aus der griechischen Sprache und bedeutet Zeichenträger. 

Am 03. August 1884 berichtete die zu jener Zeit für Cuxhaven und Umland erscheinende Zeitung, dass seit dem 01. August 1885 das Semaphor in Betrieb ist und zweimal pro [Das Semaphor bei der Alten Liebe] Tag eingestellt würde. Genau beschrieben worden war das Semaphor schon ein Jahr davor. Es sollte ein ca. 16 m hoher Signalmast mit zwölf Armen sein, sechs für Helgoland und sechs für Borkum. Ein Arm entsprach schwachen Windverhältnissen, zwei Arme zeigten mäßigen Wind und bei drei Armen blies schon eine frische Brise. Bei vier Armen hatten die Schiffer mit starkem Wind zu rechnen, bei fünf mit Sturm und bei sechs Armen tobte ein Orkan. Die Richtung gab ein Zeiger an, für Borkum und Helgoland getrennt. Bedient wurde das Semaphor zuerst von der Seewarte, ab 1902 übernahmen dann Soldaten der Cuxhavener Marinestation diese Arbeit.

Vielleicht um Kosten zu sparen, wurde bei dem Bau des Semaphors auf den Mast des in der Unterelbe gestrandeten Schiffes "Aurora" zurückgegriffen. Dieser Mast stand fast 20 Jahre, bis ihm am 23. November 1903 ein Sturm zum Verhängnis wurde. Ein neues Semaphor musste her. Die neue und schwerere Semaphorkonstruktion wurde bei der Signalbau-Gesellschaft in Cöslin in Auftrag gegeben. Am 01. Dezember 1904 war es dann soweit: eine hohe Kommission begab sich auf ein Schiff, um die Sichtbarkeit des neuen Semaphors zu prüfen. Sie war mit dem neuen Zeichenträger zufrieden. 

Das neue Semaphor überdauerte anstandslos Stürme und zwei Weltkriege. Es leistete immer gute Dienste, wenn der Fluss der Wettermeldungen gestört war, und gehörte so zum Stadtbild, dass die Cuxhavener einen schönen Schreck bekamen, als sie am 13. November 1968 in der Zeitung lesen mussten: "Ist das Cuxhavener Wahrzeichen zum Abbruch verurteilt?" 

Die Eisenkonstruktion des Semaphors war so solide gebaut, daß der Rost 65 Jahre benötigte, um Zeiger und Arme unbeweglich zu machen, so daß es in seine Einzelstücke werden mußte. 

Die Cuxhavener wollten natürlich nicht auf ihr Semaphor verzichten und riefen eine Bürgerinitiative für den Erhalt ihres Wahrzeichens ins Leben. Doch die Spendenbegeisterung war sehr mäßig und ohne Hilfe der Stadt, die mit 20 000 Mark die Hälfte der Instandsetzungskosten trug, die andere hatte das Wasser- und Schiffahrtsamt übernommen, wäre das Semaphor vermutlich auf dem Schrottplatz gelandet. Die Spendengelder der Bürgerinitiative wurden in eine Bronzeplakette investiert, an deren Endfinnazierung eine Cuxhavener Eisengießerei maßgeblichen Anteil hatte. 

Am 09. Juni 1970 stand das Semaphor wieder in alter Schönheit auf seinem Platz. Am 10. Dezember 1982 traf eine Anordnung aus Bonn beim Wasser- und Schiffahrtsamt ein, die besagte, daß das Semaphor abgebaut werden soll. Der Grund für diese Anordnung war ein Sparerlaß, dem alle optischen Sturmwarnstellen und Aushänge an den deutschen Küsten zum Opfer fallen sollen, weil sie im Zeitalter der Elektronik überflüssig geworden seien. Die dadurch erhoffte Einsparung wurde vom Bundesverkehrsministerium auf 130000 Mark jährlich beziffert. 

Jetzt machten sich sogar die Politiker für das Semaphor stark. Es gelang, die Bezirksregierung in Lüneburg dazu zu bewegen, das Semaphor in die Liste der Technischen Denkmäler, in der auch schon der Cuxhavener Leuchtturm steht, aufzunehmen. Die Stadt erklärte sich bereit, die Kosten für die weitere Unterhaltung des Semaphors zu übernehmen. Das Semaphor war also gerettet. Die Stadt Cuxhaven gab 30 000 DM für seine Renovierung aus. Da die feuerverzinkte Stahlkonstruktion, wie sich bei einer Überprüfung zeigte, noch voll in Ordnung war, mußte lediglich das "laufende Gut", inklusive aller Rollen und Beschläge, ausgewechselt werden.

Das Semaphor gehört mittlerweile zu den touristischen Attraktionen des Nordseeheilbades Cuxhaven. Es steht natürlich nicht, wie man vermuten könnte, "einfach nur so rum", sondern es erfüllt nach wie vor seine Bestimmung als Windrichtungsanzeiger. Mitarbeiter einer Cuxhavener Reederei stellen die tägliche Windrichtung und -stärke nach der neuesten Wettermeldung ein. 

Seitenanfang

 

Fort Kugelbake

Lage:


Niedersachsen, Kreis Cuxhaven, CUXHAVEN, Kurteil Döse, direkt an der Kugelbake (dem Wahrzeichen Cuxhavens), dort wo die Elbe in die Nordsee mündet.

Beschreibung des Bauwerkes:

Das Fort Kugelbake wurde von 1869-1879 auf Betreiben Preußens in Cuxhaven an exponierter Stelle gebaut und mit Geschützen schweren Kalibers bestückt. Das Fort präsentiert sich als pentagonaler Baukörper mit Wall und Kehlgraben, dessen Form in etwa denen der Großforts jener Tage entspricht, wie sie in Deutschland nach 1871 dank der französischen Reparations-Milliarden aus dem Boden sprossen und besteht aus: 
Torbereich mit Torverteidigung und Brücke, Torpoterne, Kasematten, Mitteltraverse, doppelter Kehlgrabenwehr, Schultergrabenwehr, zwei Kanonengängen mit jeweils 5 Kanonenständen, 11 Würfeltraversen, Flankenbatterie, Mannschaftsunterkunft der Flak, Munitionsbunker, Scheinwerferstand. 
Ausdehnung: West/Ost ca. 250m, Nord/Süd ca. 150m. Gesamtes Areal mit Kehlgraben ca. 5 ha. 

Grund für die Errichtung des Bauwerkes:

Wer von der Aussichtsplattform des restaurierten Forts Kugelbake blickt, dem wird die einmalige Lage deutlich vor Augen geführt, da das schiffbare Fahrwasser direkt am Fort vorbeiführt. Diese exponierte Lage und deren strategische Bedeutung erkannten bereits die Militärs unter Napoleon. Der Ruf nach einer militärischen Sicherung der Küste wurde 1859 abermals aktuell, als sich Österreich mit Frankreich im Krieg befand. Vorausschauend hatte eine Kommission im preußischen Kriegsministerium einen entsprechenden Antrag vor dem Bundestag in Frankfurt eingebracht. Unterbrochen wurden diesbezügliche Planungen durch einen erneuten deutsch-dänischen Krieg im Jahre 1864. Im Jahre 1867 wurden die Entwürfe des preußischen Ingenieurcorps für drei zu erstellende Befestigungsanlagen vorgelegt. Eine der Anlagen war das Fort Kugelbake. 1868 wurde der Bau des Forts durch das Kriegsministerium genehmigt. 

Baumeister:

Die Planungen leitete der preußische Hauptmann Labes. Die Bauausführung lag in den Händen des Cuxhavener Bauunternehmers Grabowsky. 

Besonderheiten:

Einzige noch erhaltene Marinefestung Deutschlands und die größte ihrer Art. Letztes Fort in Cuxhaven, das im ersten Weltkrieg die stärkste Festung des Deutschen Reiches darstellte.

Kurze Geschichte:

1870
Die Grundsteinlegung erfolgte am 28. Mai 1870. Kaum war mit dem Bau des Forts begonnen worden, brach der deutsch-französische Krieg aus. Innerhalb kürzester Zeit entstanden vier weitere provisorische Batterien in Cuxhaven. Das Fort Kugelbake selbst wurde zunächst aus Zeitgründen nicht in der begonnenen Ziegelbauweise weitergebaut, sondern mit Erdaufschüttungen und Holzbauten in verkleinerter Form fertiggestellt. Die Kugelbake und der für die Baumaßnahme errichtete Anleger wurden abgebaut, um feindlichen Schiffen die Orientierung zu nehmen. 
1871
Waffenstillstand mit Frankreich! Der Bau des Forts wurde fortgesetzt. Die Erdaufschüttungen wurden abgetragen und das Fort in der ursprünglichen Form vollendet. 

1879
Am 8. August war es dann endlich soweit, das Fort Kugelbake wurde nach der Aufstellung von zehn 28cm Ringrohr-Kanonen einsatzbereit. 

1893-1908
Zur Verbesserung des Küstenschutzes wurden nach dem Einzug der Marine-Artillerie-Abteilung in Cuxhaven sieben weitere Befestigungsanlagen entlang der Cuxhavener Küste gebaut. Das Fort war bis dahin von preußischen Einheiten nach Bedarf belegt. Nachdem die Festungsbauten in Cuxhaven infolge des Baus des Nord-Ostsee-Kanals einen militärstrategisch höheren Stellenwert erreichten und die preußische Armee ihre Einrichtungen an die Kaiserliche Marine übergeben hatte, stimmte der Reichstag der Gründung einer Marinegarnison und dem Bau einer Kaserne in Cuxhaven zu. 

1911
Bei einer Baumaßnahme für die Aufstellung eines 2 m Scheinwerfers wurde die Spitzengrabenwehr des Forts teilweise entfernt, um einen Buncker aus 2-3 Meter dicken Stahlbetonwänden zu errichten. Dort wurde der für die damalige Zeit größte Scheinwerfer der Welt untergebracht. Die Lichtbogenlampe von Siemens-Schuckert erreichte eine Lichtintensität von 318 Millionen Normalkerzen, konnte 4,5 km weit scheinen und wurde von vier 20kw-Motoren betrieben. 
bis 1913
Die in den Kasematten untergebrachten Soldaten litten unter den schlechten klimatischen Bedingungen. Die Munition mußte vor herabtropfenden Wasser mit Segeltuchplanen geschützt werden. 1913 wurde die Besatzung des Forts in einem neu erstellten Gebäude vor dem Wallgraben untergebracht. Gleichzeitig baute man eine Entwässerungsleitung vom Wallgraben zur Elbe, nachdem Pumpen innerhalb des Forts den Grundwasserstand nicht ausreichend regulieren konnten. Dennoch war es Fort weiterhin so feucht, dass Holzroste auf die Fußböden gelegt werden mußten.

1914, 1. Weihnachtstag
Luftangriff auf den Zeppelinflughafen Wursterheide. Cuxhaven in Alarmzustand !

1914-1918
Im ersten Weltkrieg blieb es dem Fort erspart, sich einer feindlichen Invasionsflotte stellen zu müssen, zumal die neu entstandenen Nachbarwerke mit moderner Bewaffnung weitere Verstärkungen darstellten und dies dem Feind bekannt war. 

1918-1939
Nach dem ersten Weltkrieg wurden aufgrund der Bedingungen des Versailler Vertrages die restlichen Geschütze demontiert. Das Fort selbst durfte als Küstenbefestigungsanlage erhalten 
bleiben und diente von nun an als Munitionslager, bis es noch vor dem zweiten Weltkrieg zur Flakstellung aufgerüstet wurde.
1939
Am 2. September 1939 um 18.24 Uhr wurden der Batterie Kugelbake drei feindliche Wellington-Bomber elbabwärts gemeldet. Um 18.25 Uhr eröffnete die Batterie das Feuer. Ein getroffener Bomber ging bei dem Feuerschiff "Elbe1" nieder. So erhielt die Batterie Kugelbake den ersten Abschluß der Küstenflak zugesprochen. 

1945
Nach Beendigung des zweiten Weltkrieges und einer kurzfristigen Belegung des Forts durch die Schotten, später durch Minensucher erfolgte die erste zivile Nutzung. Angesichts der großen Flüchtlingsströme und der entstandenen Wohnungsnot lag es nahe, die vom Militär geräumten Bunker und Kasematten für Wohnzwecke bereitzustellen. So fanden 24 Familien Unterkunft im Fort. Sieben Wirtschaftsbetriebe bauten sich hier eine Existenz auf. 

1969 

schlossen sich die Tore des Forts auf unbestimmte Zeit. Die Natur eroberte sich das Gelände und Gemäuer zurück.

1972
Die Stadt Cuxhaven kaufte das Fort und trug sich mit dem Gedanken, dort ein Hotel und Spielcasino zu errichten.

1991
Das Fort wieder kennenzulernen wurde im Rahmen eines internationalen Künstlersymposiums unter dem Thema "Schützen, Wappnen, Entrüsten" möglich. 

1992
entschloß man sich für den Erhalt des Forts, das unter Denkmalschutz gestellt war. Zu diesem Zweck wurden von Land Niedersachsen 5.859.000 DM (EG-Fond und Strukturhilfe) und von der Stadt 661.000 DM zur Verfügung gestellt. Diese Mittel sollten eine Wiederherstellung der Festungsanlage und Öffnung für die Öffentlichkeit ermöglichen. 
1994
Nach zwei Jahren Restauration wurden die ersten geführten Besichtigungen ab 6. August 1994 vom Veranstaltungszentrum angeboten. 

Reiseinfos:

zu besichtigen ist:
das gesamte Fort von innen. Ausgestellt sind eine deutsche Heeres-Flak, Kaliber 8,8 cm, eine Flak mit Schildkrötenpanzer, einziges frei in Europa zu besichtigendes 10,5 cm Geschütz außerhalb einer militärischen Anlage, und ein deutsches Schiffsgeschütz, Kaliber 8.8 cm von 1900. Außen sind Bereiche des Fort frei zugänglich (Wallgraben und trockener Graben mit Schartenmauer).

Anreise:
Autofahrer folgen der Ausschilderung Kurteil Döse bzw. Kugelbake-Halle
Parkplätze sind in unmittelbarer Nähe vorhanden.
Bus: Linie 1 bis Döser Kirche, von dort zu Fuß bis zum Ende der Strandstraße zum Kurpark 
Linie 21 bis Strandstraße, Haltepunkt Döser Kurpark 

Information:
Nordseeheilbad Cuxhaven GmbH, Veranstaltungszentrum, Strandstr. 80, 27476 Cuxhaven, Tel. 04721/408-0, Fax 04721/40 81 80, e-mail Vzcuxhaven@t-online.de

Führungen:
Geschulte Führer geben Einblicke in 130 Jahre Fortgeschichte. Aus Haftungsgründen ist der Besuch des Forts nur in geschlossenen Führungen nach Anmeldung möglich. Voranmeldungen werden unter der Telefon-Nr. 04721/40 81 88 oder im Kartenvorverkauf des Veranstaltungszentrum an der Strandstraße entgegengenommen. Die circa zweistündigen Führungen finden in der Hauptsaison zweimal täglich, in der Nebensaison täglich und im Winter zweimal wöchentlich statt. Sonderführungen nach telefonischer Voranmeldung. Infomaterial an der Kasse erhältlich. 

Seitenanfang

Feuerschiff "Elbe 1" 


Gehen Sie auf Entdeckungsreise an Bord und lassen Sie sich von der maritimen Geschichte des Schiffes faszinieren !

Besichtigungszeiten:
(März bis Oktober)
Dienstag bis Sonntag und
an Feiertagen: 13.00 - 18.00 h 


Elbe 1
Das legendäre 
Feuerschiff 

Am 22. April 1988 ging in der Elbmündung vor Cuxhaven die mehr als 150jährige Geschichte bemannter Feuerschiffe zu Ende. Diese wiesen als schwimmende Seezeichen der internationalen Schifffahrt den sicheren Weg durch die Sandbänke in die Elbmündung oder nach See. Die Besatzungen waren nicht nur notwendig, um die Feuerschiffe zu betreiben, sondern sie halfen Menschen in Seenot, beobachteten Schiffsverkehr. Wind, Wasser und Wetter und gaben Meldungen weiter. Die "Elbe 1", nach ihrer Position so genannt, liegt neben der Klappbrücke im Cuxhavener Hafen. Die Stadt Cuxhaven hat das Schiff gekauft und dem Förderverein "Schifffahrtsgeschichte Cuxhaven" zur Nutzung überlassen.

Die Unterkünfte mit Kammern, Kombüse, Mannschafts- und Offiziersmesse sind ebenso für Besucher zugänglich wie der eindrucksvolle Maschinenraum und natürlich die Kommandobrücke. Alle nautischen und technischen Einrichtungen und Instrumente sind jederzeit voll funktionsfähig. Damit unterscheidet sich das Cuxhavener Feuerschiff von vielen anderen Museumsschiffen.

Adresse: Deichstraße/Zollkaje, An der Klappbrücke, Cuxhaven, Tel. (04721) 3 41 21.

Träger: Förderverein Schifffahrtsgeschichte Cuxhavens "Feuerschiff Elbe 1 e.V."

Eintritt: Erw. 2,50 DM; Kinder 1,-DM; Familien 5,- DM.

Seitenanfang

Schloß Ritzebüttel
Nach langer Sanierungsphase, die immer wieder zahlreiche Fragen der Denkmalpflege aufwarf, zeigt sich das 600 Jahre alte Bauwerk in seinem Inneren seit Herbst 1996 in einem völlig neuen und ungewohnten Erscheinungsbild.

600 Jahre Zeitgeschichte in seinen verschiedenen Ausprägungen und Etappen finden sich in den unterschiedlichen Gebäudeteilen und Räumen des Schlosses vereint und werfen ein einzigartiges Licht auf die historischen Zeitläufe, die dieses Bauwerk im Laufe der Jahrhunderte geprägt haben. 

Es darf als Besonderheit gelten, dass sich die Denkmalschutzbehörde gemeinsam mit der Stadt Cuxhaven auf diese facettenreiche Rekonstruktion unterschiedlicher historischer Bauzustände geeinigt hat und somit die jeweils schönste, wertvollste und daher auch erhaltenswerteste Innenraumgestaltung in mühsamer Kleinarbeit wieder herausgearbeitet hat. 
Neben dem Trauzimmer, in dem regelmäßig standesamtliche Trauungen durchgeführt werden und einem schmuckvollen Garderobenraum befindet sich im Hochparterre des Schlosses ein großer Festsaal. Dieser bildet als mittelalterlicher Baukern gleichzeitig das Zentrum des Gebäudes. Hier finden Veranstaltungen unter-schiedlichster Art wie Konzerte, Vorträge u.ä. statt. 
Ein weiterer Festsaal befindet sich ein Stockwerk höher, im barocken Vorbau gelegen. Anlässlich der 500-Jahrfeier der Verbindung des Amtes Ritzebüttel mit der Stadt Hamburg im Jahr 1894 wurde dieser Saal mit einer wunderbaren Stuckdecke und holzvertäfelten Wänden repräsentativ ausgestattet. Heute zeigt sich dieser Raum wieder in seiner damaligen Pracht. 

Auch die angrenzenden, ehemaligen Wohnräume der Hamburger Amtsverwalter im mittelalterlichen Teil dieses Geschosses wurden in der Fassung von 1894 rekonstruiert und zeigen farbenfrohe Wandmuster von schmuckvollen Friesen begrenzt. Im zweiten Geschoss des mittelalterlichen Bauteils befindet sich ein Ausstellungsraum, in dem wechselnde Ausstellungen präsentiert werden. 
Die Festsäle können für Veranstaltungen gebucht werden. Anmeldungen nimmt das Kulturreferat der Stadt Cuxhaven (Tel.04721/700605) entgegen. 

Öffnungszeiten: 
Mo: geschlossen 
Di, Mi, Do: 10:00-12:00 u. 15:00-17:00 Uhr 
Fr: 15:00-17:00 Uhr 
Sa u. So: 10:00-13:00 Uhr 
Führungen: 
Di: 10:00 Uhr 
und nach telephonischer Voranmeldung (Tel.72 18 12) 

Seitenanfang

Home - Wir über uns - Hobbys - Urlaub - Länder der Welt - Site Map - Was ist neu - Links - Gästebuch