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Ägypten

Reisebericht Luxor

1996 sind wir das erste mal nach Ägypten geflogen. Wir hatten damals das Sofitel gebucht. 14 Tage HP. Das Sofitel liegt ca. 15 Km außerhalb von Hurghada in Richtung Safaga. Sehr schönes Hotel mit einem kleinem Hausriff.

Hier beginnt unsere Luxor-Tour

Morgens um 3.30(!) Uhr aufstehen. Total verschlafen haben wir uns so gegen 4 Uhr zum Speisesaal geschleppt. (Du liest richtig : Der Speisesaal war schon geöffnet.) Der Service an diesem Morgen war zwar nicht so besonders, aber was will man um diese Uhrzeit schon verlangen. Der einzige Kellner saß auf einem Stuhl neben den Buffett und schlief. Wir haben ihn schlafen lassen und uns selbst Kaffee eingeschüttet. Nach einem reichhaltigem Frühstück ab Richtung Rezeption und auf den Bus warten. Um 4.30 Uhr geht es endlich los.

Erst mal haben wir in Hurghada noch verschiedene Hotels abgeklappert. Dann auf, Richtung Safaga. Wir machten uns es im Bus bequem, da kam schon der erste Stop. Am Ortsausgang von Hurghada gibt es einen Militärposten, der erst mal alle Fahrzeuge anhält bis eine ausreichende(?) Menge für einen Konvoi vorhanden ist. Na ja, nach 20 Minuten schon die erste Zigarettenpause. Sehr Raucherfreundlich! Dann noch schnell einige Touris in Safaga einsammeln, und schon geht's los.

Busfahren im Konvoi ist in Ägypten ein Erlebnis. Bei Abfahrt war unserer Bus ca. das 80. Fahrzeug im Konvoi. Der Busfahrer hat aber anscheinend die Wüstenpiste mit einer F1-Rennstrecke verwechselt. Überholt wird immer und überall! In unübersichtlichen Kurven, an Steigungen, oder bergab. Gut das es auf dieser Strecke so gut wie keinen Gegenverkehr gibt. Habe manchmal echt Schiss gehabt. Aber die Wüsten- und Gebirgslandschaft entschädigt für so manches.

Auf halber Strecke zwischen Hurghada und Luxor wurde dann eine Pause eingelegt. Am einzigem Kiosk auf dieser Strecke. Dementsprechend waren die Preise. Nimm lieber was zu trinken aus dem Hotel mit. Sauberkeit darfst Du an dieser Raststätte auch nicht erwarten. Auf der Toilette bringen dir die Kakalaken das Klopapier.

In dieser Einöde gibt es weit und breit kein Haus, aber sobald man aus dem Bus steigt ist man von Kindern umringt die um Geld oder Lebensmittel betteln. Wo die herkommen weis der Geier. Man hat nur zwei Möglichkeiten : Entweder man gibt allen Kindern etwas oder man ignoriert die Bettelei.

Wir haben nur eine kurze Zigarettenpause eingelegt und sind wieder in den Bus gestiegen.

Nach einer weiteren Stunde fahrt wird die Umgebung so langsam grün. Man merkt das man in die Nähe des Nils kommt. Hier gibt es auch Dörfer und eine Menge Felder. Die Menschen hier sind sehr freundlich. Man sieht Frauen die an Nebenarmen des Nils ihre Wäsche waschen und Kinder die im Nil schwimmen. Also das währe nicht unbedingt mein Fall. Der Nil ist doch ziemlich schmutzig.

Endlich ist die Busfahrt vorbei! Wir steigen aus und ein Reiseleiter begrüßt uns. Er sagt das er Mozart heißt (oder so ähnlich) und das wir immer in seiner Nähe bleiben sollen. Dann geht es auf eine Nilfähre und wir schippern ans andere Nilufer. Hier wartet schon der nächste Bus und wir fahren zum Tal der Könige. Dort angekommen heißt es erstmal laufen. Steil bergauf. Und das bei ca. 50°C im Schatten. Schatten gibt es leider so gut wie gar nicht. Dummerweise habe ich unsere Wasserflasche im Bus gelassen und im Tal der Könige kann man nichts kaufen. Das erste Grab sehen wir uns zusammen mit der Reisegruppe noch an, dann verlassen uns die Kräfte und wir warten an einem Unterstand im Schatten bis unsere Reisegruppe das Tal besichtigt hat. Das Tal der Könige hat uns eigentlich nicht so begeistert. Meiner Meinung nach sieht es hier aus wie in einem Steinbruch in Deutschland, nur viel heißer.

Anschließend wieder in den Bus und ab zur nächsten Sehenswürdigkeit. Dem Grabtempel der Königin Hatschepsut. Es ist immer noch sehr heiß, und wir müssen wieder eine ziemliche Strecke laufen, aber der Tempel ist schon beeindruckend. Was die alten Ägypter mit einfachen Mitteln gebaut haben ist echt klasse. Unser Reiseleiter hat dazu noch eine Menge erzählt und erklärt. Hat sich wirklich gelohnt.

Dann kam das Hightlite der Reise : Der Karnak-Tempel. Einfach bombastisch. Die Eindrücke aus dem Karnak-Tempel kann ich nicht beschreiben. Muss man gesehen haben

Anschließend waren wir Mittagessen auf einem 5-Sterne Kreuzfahrtschiff. Das Essen war gut und reichlich. Nur die Getränke waren wie überall in Ägypten sehr teuer. Das Schiff war wirklich super ausgestattet und wir haben uns schon überlegt, ob wir nicht mal eine Nilkreuzfahrt machen. Na ja, vielleicht irgendwann.

Nachmittags haben wir noch den Luxor-Tempel und ein Papyrus-Museum besichtigt. Aber keiner hatte mehr so die recht Lust aus dem klimatisierten Bus auszusteigen.

Die Rückfahrt nach Hurghada war das reinste Abenteuer! Nachtfahrten in Ägypten sind die Hölle. Der Busfahrer machte auch bei absoluter Dunkelheit keine Scheinwerfer an. Er sagte : "ICH WILL DOCH DEN GEGENVERKEHR NICHT BLENDEN". Na ja, aber immerhin funktionierte Die Hupe. Die Küstenstraße von Safaga nach Hurghada mit mit ca 120 Km/h bei absoluter Dunkelheit! Man, waren wir froh, so gegen 23.00 wieder im Hotel zu sein.

Noch schnell Abendbrot essen (der Speisesaal ist immer noch geöffnet, und der Kellner immer noch müde), unter die Dusche und ab in's Bett. Zum Glück hatten wir noch eine Woche zum Erholen.

 

So, genug geschrieben. Mein Fazit zu diesem Ausflug :

Luxor ist eine Reise wert !! (ganz ehrlich) Aber ich würde das nächste mal für 2 Tage fahren. Man hat einfach mehr Zeit und kann sich auch Luxor an Abend ein wenig anschauen. Und der Ausflug sollte nicht unbedingt zwischen Mai und September liegen. Es sei den man steht auf 50 - 60°C im Schatten.

Uns hat Ägypten sehr gut gefallen und seit 1996 fahren wir jedes Jahr im November wieder hin.


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